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Die Malediven sind eines der besten Tauchgebiete der ganzen Welt. Selbst heute ist erst ein kleiner Teil des Landes von Tauchern erforscht. Tausende von Riffkilometern sind noch unberührt und geheimnisvoll. Vor 65 Millionen Jahren waren die Malediven Teil einer mächtigen vulkanischen Gebirgskette. Als diese Vulkane erloschen, sanken sie ab. Dies geschah so langsam, dass sich an ihren Rändern Korallen entwickeln konnten. Aus diesen Korallen entstanden dann die Saumriffe der Atolle.
Die Meeresströmungen wuschen die Ränder der Atolle aus und schufen Kanäle, die heute einzigartige Taucherlebnisse bieten. Die Gezeiten des Indischen Ozeans strömen durch die Kanäle und sorgen für eine große Konzentration von Plankton, von der sich die zahlreichen Riffbewohner ernähren. Es herrscht ein artenreiches und vielfältiges Meeresleben. Die meisten Atolle bergen ganz unterschiedliche Riffe. Einige sind ringförmig und umschließen eine flache Lagune, andere sind unregelmäßiger. Alle bieten aber sehr interessantes und meist auch leichtes Tauchen und Schnorcheln. Die besten Tauchmöglichkeiten findet man an den überfluteten Riffen, den sogenannten thilas vor. Sie liegen zumeist in der Mitte eines Kanals und ragen bis etwa 10 Meter unter die Wasseroberfläche.
Über 700 Fischarten und viele noch gar nicht entdeckte und bestimmte Arten machen das Leben in den Riffen außerordentlich vielfältig. Von den niederen Tierarten gibt es sogar mehrere Zehntausend. Man kann außerdem Kröten-, Blatt- und Geisterpfeifenfische und verschiedene Nacktschnecken entdecken, wenn man die Augen offen hält. Außerdem kommen Mantas und Graue Riffhaie vor. Wer ganz genau hinsieht, kann vielleicht auch den kleinen, farbenprächtigen Plattwurm sehen.
Man muss Wetter- und Strömungskenntnisse haben, um das Tauchen auch wirklich genießen zu können. Generell kann man sagen, dass von Mai bis November ein Resort an der Westseite der Atolle gewählt werden sollte. Wenn man Glück hat kann man recht günstige Last Minute Angebote bekommen. Dezember bis April sollte das Hotel einen guten Zugang zu den Tauchgebieten an der Ostseite der Atolle haben. Wenn man dies beachtet, hat man die beste Sicht, da die Strömungen aufgrund der vorherrschenden Winde klares Wasser vom Meer herbeiführen.
Taucht man in der Südwestsaison (hulagu) an der Westseite der Atolle, so kann man regelmäßig auf große Schwärme pelagischer Arten wie Haie, Adlerrochen und Thunfische stoßen. Es kann durch starke Winde jedoch das Tauchen an exponierten Riffen erschwert werden. Die meisten Resorts haben aber eine gute Auswahl an Tauchmöglichkeiten innerhalb der Atolle (Malediven Hotels günstig buchen). Dort stören die starken Winde nicht. In diesen geschützten Bereichen kann man oft ein lebendigeres Korallenleben als an den Meerespassagen beobachten und man kann eine große Vielfalt an Rifffischen entdecken. Die Wassertemperatur liegt in der Sudwestsaison meist ein oder zwei Grad unter den üblichen 28 Grad Celsius. Dies wirkt sich auf das Verhalten der Meeresfauna aus, deswegen sind besonders gut Walhaie und Mantas zu beobachten.
Die Nordostsaison (iruvai) ist der maledivische Sommer. Auf das Tauchen wirkt sie sich nachteilig aus, denn ab November kommen die Strömungen aus Nordosten. Ab Januar herrschen bei den Malediven die stärksten Strömungen des Jahres. Dies produziert aber auch eine ausgezeichnete Sicht unter Wasser und ein reges Fischtreiben an der Ostseite der Atolle. Anfang Februar lässt die starke Strömung auch wieder nach und das Wasser wird ruhiger.
April bis Mai wird die Strömung wieder etwas stärker und ändert ihre Richtung. Dann kann man auch dicht bei dem Atoll große Pott- und Grindwale und sogar riesige Delphinschwärme sehen.
Die meisten Ferieninseln auf den Malediven haben ein eigenes Tauchzentrum. Dieses wird meist von einem unabhängigen Unternehmen betrieben. Es werden zwei Tauchfahrten pro Tag angeboten. Die erste gegen 9.30 Uhr, die zweite dann gegen 14.30 Uhr. Wenn man darüber hinaus tauchen möchte, sollte man sich eine Insel mit einem guten Hausriff aussuchen. Die meisten ausgewählten Tauchgebiete sind nicht weiter als eine halbe Stunde vom Resort entfernt. Als Tauchboote werden meist die traditionellen maledivischen dhoanis verwendet. Diese sind etwa zwölf Meter lang und recht langsam. Es gibt außerdem die Möglichkeit Tauchkreuzfahrten zu buchen. Bei einer solchen Tauchsafari verbringt man mehrere Tage auf einem Tauchkreuzfahrtschiff, das durch die Atolle kreuzt. Mehrmals täglich finden Tauchgänge an unberührten Tauchplätzen. Außerdem werden unbewohnte Inseln angefahren.
Für erfahrene Taucher sowie Urlauber, die bereits Taucherfarhung gesammelt haben – beispielsweise beim Ägypten Tauchurlaub – sind die Malediven das Reiseziel Nummer Eins. Aber auch um das Tauchen zu erlernen sind die Malediven ein ausgezeichneter Ort. Alle Schulen haben internationalen Standard und die Lagunen sind eine sichere Umgebung für alle Tauchschüler. Die meisten Tauchschulen auf den Malediven bieten PADI, SSI, NAUI und CMAS Kurse an. Der einfachste Kurs, den man buchen kann, ist der Resort-Kurs oder auch Holiday-Kurs. Er hat keinen Befähigungsnachweis am Ende, aber er ist die ideale Möglichkeit, um herauszufinden, ob einem das Tauchen liegt und Freude bereitet.
Auf allen Ferieninseln kann man Schnorcheln gehen. Einige Inseln sind diesbezüglich besser ausgestattet als andere. Man sollte sich also eine Insel mit einem guten Hausriff aussuchen. Von manchen Inseln aus fahren Boote regelmäßig und kostenlos zu den nahen Riffen. Beim Schnorcheln muss ganz besonders auf die starke Strömung geachtet werden. Diese sollte man auf keinen Fall unterschätzen. Vor dem Schnorcheln sollte man außerdem darauf achten, alle Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.
Einige Gebiete sind als „Marine Protected Areas“ ausgewiesen. In diesen Regionen ist das Ankern und der Abbau von Korallen, Sand und Fischen verboten. Außerdem darf man nichts vom Riff mitnehmen.