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Die Malediver gehören dem Islam an, sind also Muslime (Sunniten). Seit der 1968 erlassenen Verfassung gilt der Islam als Staatsreligion und die Ausübung anderer Glaubensbekenntnisse sind untersagt. Deswegen ist auf den Malediven auch keine christliche Kirche vorzufinden. Der Islam hat einen großen Stellenwert in dem Leben der Bevölkerung und wird relativ liberal gehandhabt. Frauen dürfen arbeiten und müssen sich nicht das Gesicht verhüllen. In den letzten Jahren ist eine gewisse Rückkehr zur islamischen Tradition zu erkennen. Die Verschleierung des Gesichts bei Frauen ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber immer mehr Frauen tragen Kopftuch oder verhüllen sich. Der Koran soll gelesen und aufgesagt werden und fünf Mal am Tag wird gebetet. Zu den Gebetszeiten gehen die Malediver in die Moschee und alle Geschäfte und Büros schließen für fünfzehn Minuten. Im Ramadan fasten die Malediver von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang und alle Cafés und Restaurants sind tagsüber geschlossen. Sehr strikt eingehalten werden die Gebote des Islams und deswegen herrscht für die Einheimischen das Verbot von Schweinefleisch und Alkohol. Nacktbaden darf man auch als Tourist auf keinen Fall. Selbst ,oben ohne’ wird nicht geduldet und auch mit Geldstrafen hart bestraft.
Meist bekommen die Touristen auf den Hotelinseln nichts von den Festen der Malediver mit. Eines der größten Feste ist das Fastenbrechen nach dem Ramadan und findet abends nach Sonnenuntergang statt. Die Einheimischeninseln ist offiziell nicht gestattet und es man wird sich auch schwer tun, jemanden zu finden, der einen im Dunkeln über die gefährlichen Untiefen fährt. Aber am Independence Day, der am 26. und 27. Juli gefeiert wird, kann man Male oder eine andere Einheimischeninsel besuchen und die bunten Paraden anschauen und auf einen kleinen Rummelplatz gehen. Auch am 3. November wird gefeiert und zwar der Tag des Sieges über die Portugiesen im Jahr 1573. Auch an diesem Tag kann man sich an den Festivitäten beteiligen. Wie in allen islamischen Ländern ist der Freitag Feiertag und alle Behörden und Schulen sind dann geschlossen, genau wie viele Geschäfte und die Post. Manche Ladeninhaber machen wegen der Touristen aber nur zu den Gebetszeiten ihre Geschäfte zu. Auf den Ferieninseln können sich deswegen auch Freitags die Essenszeiten verschieben, weil das Personal auch zum Beten in die Moschee geht. Offizielle Feiertage sind der 1. und 2. Januar, wenn Neujahr gefeiert wird, das Huravee-Fest am 25. Januar im Gedenken an einen maledivischen Nationalhelden, der sich erfolgreich gegen die Portugiesen wehrte und der 11. und 12. Dezember wenn der Tag der Republik gefeiert wird. Die religiösen Feste verschieben sich jedes Jahr um ca. 10 Tage nach vorn, da sie nach dem islamischen Mondkalender gerechnet werden. Es das Opferfest, das Islamische Neujahrsfest, das Ashura-Fest (Fasten- und Rettungstag des Propheten Moses), Mewlid (Geburtstag des Propheten Mohammed), Ramadan (der Fastenmonat), und das dreitägige Fest des Fastenbrechens.