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Diese beiden Atolle wurden sind am kürzesten für Touristen geöffnet. Das Gelände ähnelt dem des Ari-Atolls und ist bei Tauchern und Schnorchlern für seine gute Aussicht beliebt. Das Südnilandu-Atoll befindet sich 150 Kilometer von Male weg. Es besteht aus acht Fischerinseln, die von über 3500 Einheimischen bewohnt werden. 38 Inseln im Südnilandu-Atoll sind unbewohnt. Die Hauptinsel heißt Kudahuvadu und liegt im Süden des Atolls. In dieser Gegend sind bedeutende historische Funde gemacht worden, denn der Archäologe Thor Heyerdahl hat hier mehrere bedeutsame Stätten ausgegraben.
Ribudu heißt die Insel, die sich im nördlichen Zentrum des Atolls liegt. Hier sollen die besten Juweliere der Malediven zu finden seien. Eine alte Geschichte erzählt, dass vor vielen hundert Jahren ein Goldschmied nach Ribudu verbannt worden sei, weil er Gold des Sultans unterschlagen habe. Dieser habe dann sein Können den Insulanern beigebracht und diese hätten es dann von Generation zu Generation weitergegeben. Heute wird dieser Schmuck an die Touristen verkauft.
Das kleinere der beiden Atolle ist Nordnilandu. Dort befinden sich fünf Inseln, die von 2000 Einheimischen bewohnt werden und 18 unbewohnte Inseln. Die Hauptinsel dieser Fischerinsel heißt Magudu und ist Historikern als ein Zentrum der Hinduverehrung bekannt. In vormoslemischer Zeit haben dort vermutlich sieben Hindu-Tempel gestanden, die durch Mauern miteinander verbunden waren. Außerdem steht auf der Insel eine der ältesten und verehrtesten Moscheen der Malediven. Sie ist aus dem 12. Jahrhundert und wurde mit den Steinen der alten Hindu-Tempel erbaut. Im Inneren dieser Moschee befinden sich feine arabische Schnitzereien.
Die Riffe dieser beiden Atolle sind noch weitestgehend unbekannt, deswegen ist das Tauchen dort ein ganz besonderes Erlebnis. Die Nordostecken von Süd- und Nordnilandu scheinen besonders vielversprechend zu sein. Viele enge Kanäle im äußeren Saumriff bieten eine gute Gelegenheit um abzutauchen und die Unterwasserwelt zu entdecken. Vor der Insel Kudahuvadu im Südnilandu-Atoll liegen mindestens zwei Schiffe auf dem Grund. Das eine ging Ende des 19. Jahrhunderts unter, das andere sank um 1960. Das Innere der beiden Atolle sieht dem Ari-Atoll sehr ähnlich, denn dort gibt es viele Fleckenriffe und kleine thilas. Drei Resorts sind auf Nord- und Sündnilandu für den Tourismus zur Verfügung gestellt worden. Die größte Insel heißt Filitheyo und liegt im Osten des Atolls und hat im Süden einen breiten Kanal. Meedhufushi liegt in der Nordostecke des Atolls und ist etwa so groß wie Velvaru, das auch in der Nordostecke des Atolls liegt.