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Die Saumriffe, die den äußeren Rand des Nordmale-Atolls bilden sind schon gut vom Flugzeug aus zu sehen. Das Nordmale-Atoll bildet zusammen mit den Inseln Gaafaru und Kaashidu, sowie dem Südmale-Atoll einen Verwaltungsbezirk. Dieser trägt den alten Divehi-Namen Kaafu. Nordmale wurde als erstes Atoll für den Tourismus erschlossen und birgt viele bekannte Tauchgebiete.
Auch auf Nordmale herrscht, wie auf den übrigen Teilen der Malediven, eine orthodoxe Lebensweise. Die Hauptstadt Male und der Flughafen liegen in diesem Atoll. Aber wenn man dem hektischen Mittelpunkt des Landes den Rücken zukehren will, muss man nur einige Kilometer fahren und kann die Ruhe genießen. Nordmale wird wenig von Einheimischen bewohnt, obwohl es das Hauptatoll der Malediven ist. Male Island ist die Hauptstadt der Malediven, aber jedes Atoll hat seine eigene Verwaltungshauptstadt. Von Nordmale ist dies die Insel Thulusdu. Sie ist der industrielle Mittelpunkt der Malediven. Erst Ende der sechziger Jahre wurde die Flughafeninsel angelegt. Dies geschah, indem man die beiden benachbarten unbewohnten Inseln Hulhule und Gadu miteinander verband. Obwohl der höchste Punkt des Flughafens nur einen Meter über dem Meeresspiegel liegt, können auf dem Flughafen die größten Flugzeuge landen.
Der Gaafaru-Kanal trennt das drei Kilometer nördlich von Male gelegene Ringriff von Gaafaru Falhu. Gaafaru ist eine große Insel und wird von fast 700 Einheimischen bewohnt. Es liegt an der Ostseite des Riffs und ist eine bedeutende Fischerinsel mit einer großen, zentralen Lagune. Die Insel Kaashidu ist auch eine große und von Einheimischen bewohnte Insel. Sie ist für ihre guten Fischfanmöglichkeiten berühmt. Kaashidu liegt etwa 25 Kilometer nördlich des Male-Atolls und gehört trotzdem zum Verwaltungsbezirk Kaafu. Taucher können Kaashidu nur mit dem Schiff erreichen.
In Nordmale sind nur wenige Inseln unbewohnt. Die meisten von ihnen sind Ferieninseln oder werden anderweitig, zum Beispiel als Brennstofflager, genutzt. 27 Resorts gibt es insgesamt, die meisten von ihnen befinden sich in der Nähe des internationalen Flughafens in der Südostecke des Atolls. Wenn man Nordmale mit den anderen Atollen vergleicht, so zeigt sich hier eine große Bandbreite an unterschiedlichen Resorts. Von einer einfachen Unterkunft wie Asdu mit nur 30 Zimmern bis zum Full Moon Resort mit allem drum und dran kann man hier alles buchen.
Das Kaafu Atoll bietet eine interessante Mischung aus Kanal-, Steilwand- und Rifftauchen. Viele Taucher werden von der starken Konzentration der Resorts im südlichen Bereich angezogen. Die meisten der sehr guten Tauchgebiete sind starken Strömungen ausgesetzt, was meist dann auch viele Taucher abhält und das Riff schützt.
Das Nordmale-Atoll wird durch den tiefen Vadu-Kanal vom Südmale-Atoll getrennt. Dieser Meeresengpass funktioniert für die herrschende Strömung wie ein Trichter. Dadurch ist das Riff durch den Südwestmonsun geschützt und verfügt über sehr tiefe Riffe und eine reiche Fischfauna. In der Nordostsaison, wenn das klare Meerwasser in das Atoll strömt, lässt es sich in den engen Kanälen am östlichen Saumriff gut tauchen. Das Wasser und somit die Sicht ist dann ausgezeichnet. In der Südwestsaison gilt genau das Gegenteil. Dann profitieren die westlichen Kanäle von einer guten Sicht.
Auf diesem Atoll herrscht ein hoher Bedarf an Baumaterial. Deswegen ist es an den inneren Ringriffen verstärkt zu einem Abbau von Korallen gekommen. Die Regierung hat daraufhin jedoch Gesetze erlassen, um den Abbau von Korallen zu kontrollieren.


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Dieses Gebiet liegt recht nah am internationalen Flughafen. Aber trotzdem ist es auch im nördlichen Bereich von Nordmale sehr ruhig. Am nördlichen Ringriff von Gaafaru liegt eine Fischerinsel. Diese ist durch den drei Kilometer breiten Gaafaru-Kanal vom Hauptatoll getrennt. Mindestens sieben Wracks kann man am Gaafaru-Riff sehen. Für Schiffe also ein sehr verhängnisvoller Ort der Malediven. Von den Einheimischen wird nur eine Insel dieser Region bewohnt. Diese heißt Kaashidu und liegt sehr viel weiter nördlich. Es sind auch ein paar nicht bewohnte Inseln vorhanden. Eine davon ist Rasfari. Sie liegt an der exponierten Westseite des Atolls, das in diesem Abschnitt zehn Ferieninseln vorweisen kann. Die meisten dieser Ferieninseln sind klein und wurden noch in den Anfängen des maledivischen Tourismus erbaut. Tauchriffe in dieser Gegend sind neben Rasfari Boduhiti Thila, Finger Point, Eriyadhu Thila, Eriyadhu Channel, Akirifushi Caves, Olahali Blue Caves, The Lady Christina Wreck, The Seagull Wreck, Hans Hass, Helengeli Thila, Trixies’s Cave, Fairytale Reef Manta Point, Kaashidu East Faru, Kaashidu West Wall und die Fairytale Reef Blue Caves. In diesem Teil des Nordmale-Atolls gibt es fünft unbewohnte Inseln zu denen man Ausflüge unternehmen kann. Einige Ferieninseln bieten Halb- oder Ganztagsausflüge auf Olhahali, Kagi, Akirifushi, Madivaru und Rasfari an. Man sollte an reichlich Wasser und Sonnencreme denken, wenn man einen Ausflug auf eine dieser Inseln vorhat. Viele Resorts bieten auch Angelausflüge an. Mit einem dhoani fährt man dann aufs Meer hinaus. Die meisten Resorts unternehmen Einkaufsausflüge nach Male. Da es sich um eine muslimische Stadt handelt, sollte man auf angemessene Kleidung achten. Absteigen und essen kann man auf der offiziellen Ferieninsel in einem Resort. Jede Ferienanlage verköstigt ihre Gäste selbst. Asdu Sun Island ist eine kleine Insel mit einem guten und leicht erreichbaren Hausriff. 30 Bungalows stehen hier, alle an der Strandfront.
Boduhithi Coral Island ist eine mittelgroße Insel mit sehr üppiger Vegetation und schönen Stränden. Die meisten Unterkünfte sind Steinbugalows am Wasser.
Eriyadu Island Resort ist eine kleine und ruhige Insel. Sie bietet eine schöne Lage und auch sehr schöne Strände. Hier kann man in 48 Standardzimmern in strohgedeckten Doppelhäusern einfach untergebracht werden. Auch diese befinden sich direkt am Strand. Außerdem gibt es eine Bar, die auf Pfählen teilweise über dem Wasser steht und es gibt ein kleines Café. Eine Tauschschule bietet Tauchkurse am leicht zugänglichen Hausriff an.
Das Taj Coral Reef Resort bietet sehr gute Unterkunft in strohgedeckten Hütten. Es ist ein Restaurant und ein Café vorhanden, aber nicht alle Bungalows sind direkt am Wasser. Hier kann man neben tauchen auch Kanufahren und Windsurfen.
Im Nakatchchafushi Tourist Resort befinden sich 51 strohgedeckte runde Bungalows direkt an der Standfront. Es sind zwei Restaurants, ein Café, ein Strandgrill und ein Swimmingpool mit Süßwasser vorhanden. Neben tauchen ist hier auch Katamaransegeln, Windsurfen und Wasserski möglich.
Makunudu Island hat sehr schöne Strände und Lagunen. Überwiegend Italiener besuchen diese Insel. Untergebracht wird man hier in strohgedeckten Einzelbungalows am Strand. Es ist auch eine Suite vorhanden. Auch hier ist Katamaransegeln, Windsurfen und Wasserski möglich. Das Hausriff ist nur beschränkt zugänglich.
Im Reethi Rah Resort sind 50 Einzelbungalows und 10 Doppelbungalows direkt am Wasser vorhanden. Das Hausriff ist nur mit dem Boot zu erreichen, die Tauchschule wird von Eurodivers betrieben. Auch hier sind Windsurfen, Katamaransegeln und Wasserski möglich.
Außerdem gibt es das Summer Island Resort Ziyaaraiyfushi. Hier findet man preiswerte Unterkünfte in Bungalows oder zweigeschossigen Wohnblocks. Man kann Windsurfen und Katamaransegeln oder Tauchkurse machen.
Die Hauptstadt der Malediven und der internationale Flughafen sind im südlichen Bereich des Nordmale-Atolls zu finden. Deswegen ist dies der geschäftigste Teil des Landes. Es gibt kaum unbewohnte Inseln, aber dafür 17 Resorts. Die Ferienanlagen hier gehören zu den fortschrittlichsten der Malediven. Weil die Resorts nicht weit vom Flughafen und der Hauptstadt entfernt sind, ist ein Transfer mit dem Schnellboot möglich. Es sind durchaus auch sehr anspruchsvolle Einrichtungen wie Kurumba Village, Paradise Island Resort, Full Moon Resort und Bandos vorhanden, die vom Süßwasserpool bis zum Konferenzraum, Tennis- und Squashplatz alles bieten.
Für die Abendunterhaltung ist hier auch gesorgt: der Club Med nördlich des Flughafens bietet Varieté und Karaokeabende. Es gibt auch große Inseln mit Zwei- oder Dreisterneunterkünften wie Kanifinolhu, Meeru oder Lohifushi. Dort sind gute Sportmöglichkeiten vorzufinden. Die übrigen Resorts sind kleiner und ruhiger und für weniger Gäste gedacht. Diese bieten eine entspanntere Atmosphäre um Urlaub zu machen. Beispielsweise Ihuru und Vabbinfaur sind zwei solche besonders schöne kleine Inseln. Im südlichen Bereich des Nordmale-Atolls liegen fünf der staatlich ausgewiesenen geschützten Meeresgebiete: Hans Hass Place, Lions’ Head, Kuda Haa, Banana Reef und HP Reef. Andere Tauchgebiete sind Maldives Victory, Viligili Faru, Old Shark Point, Wattaru Kandu, Baros Thila, Asdu Kandu und Asdu Rock, Maabadhi Faru (Long Reef and Prisca Head), Meeru Kandu, The Steps, Chicken Island, The Colosseum und The Aquarium (Lohifushi Corner) und noch viele mehr.
Die Hausriffe, die viele der Ferieninseln umgeben, sind sehr flach und liegen bei Ebbe teilweise nicht mal einen halben Meter unter Wasser. Alle Inseln mit zugänglichen Hausriffen haben markierte Kanäle, die den Tauchern und Schnorchlern den Weg über das Riff zeigen. Man sollte diese Kanäle benutzen, wenn man am Hausriff tauchen oder schnorcheln möchte.
Im südlichen Bereich hält man sich auch normalerweise auf ausgewiesenen Ferieninseln auf. Auch diese Resorts verköstigen ihre Gäste selbst, es gibt jedoch die Möglichkeit in Male in einigen Restaurants essen zu gehen.
Das Bandos Island Resort liegt auf einer großen Insel mit vielen Einrichtungen. Es gibt hier etwa 180 luxuriöse Zimmer und über 40 Suiten. Fünf Restaurants, ein Tagungszentrum, ein Geschäftszentrum, eine Kinderkrippe, ein Schönheitssalon und ein paar Geschäfte sind vorhanden. Sportmöglichkeiten sind Tennis, Squash, Badminton, Aerobic, Gymnastik und ein Süßwasserswimmingpool lädt zum Planschen ein. In der Nähe liegt die kleine unbewohnte Insel Kuda Bandos. In dem guten Hausriff liegt sogar ein Wrack.
Baros Holiday Resort liegt auf einer kleinen runden Insel mit guten Unterkünften. Es sind hier auch 12 Bungalows vorhanden, die mit Pfählen über dem Wasser der großen Lagune stehen.
Club Med ist auch ein Resort. Die Gäste werden hier in einfache, zweigeschossige Blocks mitten auf der Insel untergebracht. Es gibt zwei Restaurants und zwei Bars. Eine sehr große Lagune im Osten der Insel eignet sich hervorragend zum Windsurfen und Katamaransegeln.
Neben diesen gibt es noch zahlreiche Möglichkeiten zu wohnen: das Full Moon Beach Resort, das Gasfinolhu Island Resort, Giraavaru Tourist Resort, Hudhuveli Beach Resort, Ihuru Tourist Resort, Kanifinolhu Resort, Kuda Huraa Reef Resort, Kurumba Village, Lhohifushi Island Resort, Meeru Island Resort, Paradise Island, Tari Village, Thulhaagri Island Resort und das exklusive Resort Vabbinfaru.
In diesem Atoll gibt es nur wenig unbewohnte Inseln, die man für einen Ausflug nutzen könnte. Die meisten Resorts bieten aber Angelausflüge an und alle machen Ausflugsfahrten zur Hauptstadtinsel Male.