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Die Inseln sind geographisch in Ringe unterteilt, die Atolle genannt werden. Ein Atoll umschließt eine Lagune mit flachem Sandboden mit relativ geringer Tiefe von 35 bis 85 Metern. Um den Rand des Atolls läuft ein äußeres Riff, das in unregelmäßigen Abständen von Kanälen durchzogen ist. Diese sorgen dafür, dass das Meerwasser in die zentrale Lagune hinein- und abfließen kann.
Die Atolle unterscheiden sich stark in ihrer Größe und Anzahl der Inseln. Das kleinste Atoll heißt Toddu und besteht aus nur einer Insel und hat einen Durchmesser von ungefähr zwei Kilometern. Das größte Atoll ist Huvvaddu. Dieses im Süden gelegene Atoll der Malediven ist 74 mal 65 Kilometer groß und umfasst 250 Inseln. Insgesamt sind es 26 Atolle mit 1200 Inseln. Nur etwa 200 von diesen werden bewohnt. Außerdem gibt es einige Inseln, die zu Touristeneinrichtungen entwickelt wurden. Zwischen den Einheimischeninseln und den Ferieninseln besteht ein großer Unterschied. Teilweise sind die von Maledivern bewohnten Inseln für Besucher gesperrt, damit die fromme moslemische Lebensweise der Inselbewohner vor fremden Einflüssen geschützt werden kann. Der Einfluss des Tourismus auf das Land wird von der Regierung kontrolliert.
Für die Hauptatolle gibt es zwei Bezeichnungen. Einmal den geographischen Namen und dann eine Verwaltungsbezeichnung. Zwei geographisch getrennte Atolle können zu einem Verwaltungsbezirk gehören. Dies ist Beispielsweise bei Nord- und Süßdmale der Fall. Sie gehören zu dem Verwaltungsbezirk Kaafu.


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Wenn man als Urlauber die Malediven besuchen möchte, so wohnt man auf Inseln, die eigens für den Tourismus ausgebaut wurden. Die Inseln der Einheimischen darf man nur besuchen, nicht aber dort übernachten. Es gibt gegenwärtig etwa 90 Touristeninseln mit Hotelanlagen. Man nennt sie ‘tourist resort’, ‘island resort’ oder ‘tourist islands’’. Schwierig sind die ursprünglichen Inselnamen, denn deren Schreibweise ist uns sehr fremd. Deswegen werden die Ferieninseln oft mit englischen Fantasienamen wie etwa das Full Moon Beach Resort benannt. Nur unbewohnte Inseln werden für den Tourismus erschlossen. Dazu muss das meist sehr dichte Unterholz gelichtet werden und meist werden dann parkähnliche Gärten angelegt. Jede Insel ist von weißem und weichem Korallensandstrand umgeben. Wenn der Strand zu schmal ist, werden häufig Steinwälle zur Unterstützung der Sandschwemmung angelegt. Jede Touristeninsel ist für sich autark, da sie einen eigenen Dieselgenerator zur Stromversorgung und eine eigene Wasserversorgung, Kläranlage und Müllentsorgung besitzt. Damit die Gäste mit „Süßwasser“ duschen können, werden Entsalzungsanlagen verwendet. Die Problematik der Müllentsorgung wächst mit den steigenden Besuchszahlen. Der Abfall wird entweder verbrannt, im Meer versenkt oder zur Aufschüttung künstlicher Inseln verwendet.
Es sind kleine und wenig bebaute Inseln vorhanden, aber auch Touristeninseln auf denen sich sehr viele Unterkünfte befinden. Dies sollte man bei der Auswahl der richtigen Insel als Urlaubsziel beachten. Ingesamt stehen über 12.000 Hotelbetten für die Urlauber zur Verfügung, die dem gewohnten Komfort der Urlauber entsprechen. Neuere Anlagen werden relativ luxuriös ausgestattet. Die Touristenunterkünfte sind oft mit Palmenblattdächern gedeckt und fast alle im Bungalowstil errichtet. Die meisten liegen in Strandnähe und schauen direkt zum Meer. Seit den neunziger Jahren werden auch Wasserbungalows gebaut, die mit Pfählen direkt auf dem Wasser gebaut sind. Manche von ihnen haben einen direkten Zugang zu einer Lagune und es gibt sogar welche mit Glasbodenfenstern durch die man die Unterwasserwelt beobachten kann. Embudhu Village hat einige dieser außergewöhnlichen Bungalows. Üblicherweise haben die Fenster keine Glasscheiben, sondern Klappläden und wenn nötig Mückendraht. Klimaanlagen gehören heute zur Standardausstattung.